Kirche der Zukunft
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart macht sich auf den Weg und gestaltet Kirche neu
Im Frühjahr 2025 haben Bischof Dr. Krämer und der Diözesanrat – das oberste Leitungsgremium mit gewählten VertreterInnen aus der ganzen Diözese – den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ gestartet. Anlass dafür sind zentrale Herausforderungen wie rückläufige Mitgliederzahlen, steigende Kosten, sinkende Finanzmittel und weniger pastorales Personal. Für unsere Seelsorgeeinheit sind folgende zwei Prozesse relevant, über die wir Sie an dieser Stelle auf dem aktuellen Stand halten möchten.
Seelsorge in neuen Strukturen
Der Diözesanrat und der Bischof haben Ende 2025 entschieden, dass aus den bislang 1.020 Kirchengemeinden in unserer Diözese 50 bis 80 werden. Dafür schließen sich bestehende Kirchengemeinden zusammen und bündeln so den Verwaltungsaufwand an einem Ort. Ausgangspunkt der Überlegungen, welche Kirchengemeinden sich zu einer „neuen Kirchengemeinde“ zusammenschließen, sind die bestehenden Seelsorgeeinheiten. Denn dort gibt es bereits gewachsene Strukturen und Kooperationen, die bestehen bleiben sollen.
Unsere Kirchengemeinderäte haben in ihren Sitzungen im Februar 2026 ein Votum entwickelt, mit welchen Nachbar-Seelsorgeeinheiten die Bildung einer „neuen Kirchengemeinde“ möglich und sinnvoll ist. In diesem Votum wird vorgeschlagen, dass sich alle Kirchengemeinden unserer Seelsorgeeinheit (Mössingen mit Bodelshausen und Ofterdingen sowie Dußlingen mit Gomaringen und Nehren) mit allen Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Tübingen sowie der Seelsorgeeinheit Echaz-Härten (Kirchengemeinde Kirchentellinsfurt) durch Union zu einer einzigen Kirchengemeinde zusammenschließen.
Bis Ende des Jahres 2026 wird der Bischof über die Umschreibung der neuen Kirchengemeinden entscheiden.
Über diesen Prozess „Seelsorge in neuen Strukturen“ und die Bildung der „neuen Kirchengemeinde“ haben wir in einer Gemeindeversammlung am 25. März 2026 im Gemeindehaus in Mössingen informiert.
Räume für eine Kirche der Zukunft
Ein weiterer laufender Prozess in unserer Diözese ist der Prozess „Räume für eine Kirche der Zukunft“: Jede Seelsorgeeinheit der Diözese muss ihre beheizten, nicht-sakralen und kirchensteuerfinanzierten Gebäude um mindestens 30% reduzieren und bis 2040 den verbleibenden Gebäudebestand klimaneutral gestalten.
Im Februar 2025 hat sich in unserer Seelsorgeeinheit der sog. Zukunftsausschuss gebildet, dessen Aufgabe darin besteht, anhand der Vorgaben der Diözese Vorschläge zu erarbeiten, welche unserer Gebäude aufgegeben oder kooperativ genutzt werden können. Bei unseren Überlegungen ist es ein vorrangiges Ziel, das Gemeindeleben vor Ort bestmöglich zu erhalten.
Da Dußlingen in Zukunft keinen Pfarrsitz mehr stellen wird, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, das Pfarrhaus Dußlingen zu veräußern und das Pfarrbüro im Erdgeschoss des Gemeindehauses gegenüber unterzubringen. Dies bedeutet eine Reduktion um 9% des nicht-sakralen Gebäudebestandes. Weitere Schritte müssen also folgen, über die der Zukunftsausschuss weiter berät.



