Prozess "Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten"

Memorandum der Initiative "Pro Concilio"

Memorandum der Initiative „Pro Concilio“

Das Prozessteam beschäftigte sich bei seinem letzten Treffen am 17. Mai 2017 mit dem Memorandum der Initiative „Pro concilio“, das die Zulassung von „viri probati“ zur Priesterweihe fordert, und mit dem klaren Bekenntnis von Bischof Gebhard Fürst vom 26. März 2017 zum Frauendiakonat, das auch vom Diözesanrat sehr begrüßt wird. Es ist „Zeit zum Handeln“ und wir wollen etwas dazu beitragen! 
Deshalb wurde eine Stellungnahme dazu verfasst und in den beiden Kirchengemeinderäten beraten und beschlossen. Dieses Statement wurde unserem Bischof Dr. Gebhard Fürst und der Initiative „Pro Concilio“ zugesandt.     Text des Briefes

Hier die Kurzfassung des Memorandums:
Priestermangel – Zeit zum Handeln
 · Der Priestermangel in Deutschland und in unserer Diözese Rottenburg- Stuttgart nimmt dramatische Formen an. Letztes Jahr wurde in unserer Diözese nur ein neuer Priester geweiht. Jeder kann selbst ausrechnen, dass wir zunehmend ohne Priester auskommen müssen. Die Feier der Eucharistie sowie der Dienst des Priesters als Seelsorger vor Ort sind aber für die Gemeinden unverzichtbar. Daher sind die Bildung immer größerer Seelsorgeeinheiten und Großpfarreien keine pastoral verantwortbare Lösung.

 · Die „Initiative pro concilio“, ein Zusammenschluss engagierter Katholiken aus unserer Diözese, schlägt als ersten rasch realisierbaren Schritt vor, dass bewährte verheiratete Männer, etwa Diakone und Pastoralreferenten, zu Priestern geweiht werden können. Sie ruft alle Priester, Kirchengemeinderäte und Gläubigen dazu auf, mit Stellungnahmen und Unterschriften diesen Vorschlag zu unterstützen.

 · Die Stellungnahmen der Kirchengemeinderäte und die Unterschriftenlisten werden nach Ende der Aktion, die bis zum 30. Juni 2017 läuft, unserem Bischof Dr. Gebhard Fürst übergeben. Die Erwartung ist, dass er sich – mit dem Rückenwind aus seiner Diözese – bei der Bischofskonferenz dafür einsetzt, dass die deutschen Bischöfe einen entsprechenden Vorschlag an Papst Franziskus richten. Denn der Papst erwartet, wie von ihm mehrfach geäußert, von den Bischöfen „mutige Vorschläge“, die man an ihn richten soll. Den vollständigen Text des Memorandums

Jahresmotto 2017

Prozessteam am 26. Januar 2017
Das Prozessteam beschäftigte sich bei seinem ersten Treffen im neuen Jahr mit der Frage: Was ist uns an Kirche wichtig?
Dabei wurden folgende Stichworte gesammelt:
Nicht stehen bleiben, auftanken, Bewegung und Ruhe, einladend, offen,
Buntheit und Vielfalt, Veränderung, Innehalten,
Fürsorge, Dialog, Zärtlichkeit, Netze knüpfen,
Haltung, Gesicht zeigen, Begeisterung.

Im Gespräch darüber und auf der Grundlage der 4 geistlichen Haltungen "vertrauen - lassen - wertschätzen - erwarten"
wurde miteinander das neue Jahresmotto 2017 entwickelt:

"Gemeinsam unterwegs - mit Gottes Geist neue Wege wagen" (siehe auch "Wer wir sind")

KGR Wochenende

KGR-Wochenende im Kloster Kirchberg Oktober 2016

25 Kirchengemeinderatsmitglieder und 6 Hauptamtliche unserer Seelsorgeeinheit machten sich auf den Weg, um im Kloster Kirchberg bei Sulz am Neckar mit zwei engagierten Referentinnen zwei intensive Tage zu verbringen. Thema der Tagung war der diözesane Prozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“. Mit Rollenspielen, Bibelarbeit und vielen unterschiedlichen Ideen wurde den vier geistlichen Haltungen „Vertrauen - Erwarten – Lassen – Wertschätzen“ auch körperlich nachgespürt. In der ersten Phase des Prozesses gilt es, diese Haltungen in unsere Seelsorgeeinheit einzubringen, sie wahrzunehmen und zu vertiefen:
Außerdem wurde darüber nachgedacht, wie diese Haltungen, die eng miteinander verknüpft sind, sich  z.B. in den Bereichen der Liturgie, der Diakonie. der Katechese und der Gremienarbeit auswirken können.
Wir wünschen uns, dass auch viele Gemeindemitglieder diesen Prozess der „Kirche am Ort, Kirche an vielen Orten gestalten“ mit uns gehen und ihre Ideen und Vorschläge einbringen.

Die Wörter „Gemeinde“ und „Gemeinschaft“ stammen letztlich aus dem Indogermanischen und bedeuten „Austausch“. Das, was Gemeinden und Gemeinschaften zusammenhält, was ihnen im Tiefsten wichtig ist und die Einzelnen miteinander verbindet, kann nicht von Außen, oder gar „von Oben“, vorgegeben werden. Die Mitglieder von Gemeinschaften müssen sich darüber immer wieder austauschen. Dabei gilt es zu überlegen, an was festgehalten, was losgelassen und was erneuert wird.

Unser Bischof fordert alle Seelsorgeeinheiten auf, sich auf einen solchen Weg des Austausches zu machen. Er bittet Jede und Jeden, sich an diesem Austausch zu beteiligen und den Weg unserer Seelsorgeeinheit und der Kirche in die Zukunft mitzugestalten.

 

 

 

"Kirche am Ort" in unserer Seelsorgeeinheit

Dieser Prozess des Austausches wird „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ genannt und wird uns die kommenden Jahre begleiten.

Den Auftakt dazu bildet das gemeinsame Wochenende der beiden Kirchengemeinderäte im Oktober. Nach und nach werden wir uns in Gottesdiensten und in allen Gruppen der Seelsorgeeinheit mit diesem Prozess und seinen einzelnen Schritten beschäftigen. Wertschätzend und voller Vertrauen werden wir das viele Schöne in unserer Seelsorgeeinheit gutheißen und stärken, gelassen „alte Zöpfe“ abschneiden und erwartungsfroh Neues gestalten. Wir laden Sie ganz herzlich ein, diesen Weg in der kommenden Zeit mitzugehen, Ihre Wünsche und Ideen vorzubringen und sich immer wieder selbst in den Austausch einzubringen.