Programm Kino und Kirche

Freitag, 27.05.2022, 20.15 Uhr

Schattenstunde (D 2021)
(78 Minuten/ab 12)
Regie: Benjamin Martins
Darsteller: Christoph Kaiser, Dirk Waanders, Beate Krist

Eine Filmbiografie über die letzten Lebensstunden des evangelischen Schriftstellers und Liederautors Jochen Klepper, der im Dezember 1942 von den Nationalsozialisten gemeinsam mit seiner jüdischen Frau - beide lebten inn einer sogenannten Mischehe -, und deren Tochter in den Suizid getrieben wurde.     
Der Film basiert auf den Tagebucheinträgen von Klepper, die posthum von seiner Schwester als Buch veröffentlicht wurden.  Er entwirft eine symbolisch aufgeladene Welt der Bedrückung und Bedrohung, aus der es kein Entkommen gibt. Die eindrückliche Bilderzählung will mit den Mitteln des magischen Realismus zu Fragen über Glauben und Selbstbestimmung angesichts existentieller Herausforderungen anregen. Dabei gelingt eine eindrucksvolle Mahnung zu Würde und Freiheit.

 

Freitag, 24.06.2022, 20.15 Uhr

Female Pleasure (CH/D 2018)
(100 Minuten/ab 12)
Regie: Barbara Miller

Fünf Frauen aus unterschiedlichen Weltkulturen berichten über ihren schmerzhaften Weg, um sich von leib- und frauenfeindlichen Vorstellungen zu befreien, wie sie in den Traditionen ihrer jeweiligen Religion begründet sind. In der Verteufelung weiblicher Sexualität, aber meist auch in der Doppelmoral, mit der die Männer dies zu ihrem Vorteil umdeuten, finden sich viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Der Mut der couragierten Protagonistinnen, aus diesen Strukturen auszubrechen, vermittelt ein starkes Aufbruchssignal und fordert zu einer intensiveren Gesellschafts- und Genderdebatte auf.

 

Freitag, 29.07.2022, 20.15 Uhr

In Liebe lassen (Frankreich/Belgien 2021)
(124 Minuten/ab 12)
Regie: Emmanuelle Bercot
Darsteller: Catherine Deneuve, Benoit Magimel, Gabriel A. Sara

Ein französischer Schauspielerlehrer will nicht wahrhaben, dass er tödlich an Krebs erkrankt ist. Erst im Kontakt mit dem behandelnden Arzt stellt er sich seinem Schicksal und versucht, Verletzungen und Verfehlungen aufzuarbeiten, nicht zuletzt in der Beziehung zu seiner Mutter. Im Kern geht es dabei um eine Abnabelung, um Reue und Verzeihen.
Auf höchst einfühlsame Weise begleitet Regisseurin Emmanuelle Bercot den Leidens- und Sterbeprozess über ein Jahr verteilt. Die Krankheit und das Schicksal zu akzeptieren, daran hat insbesondere auch der Onkologe Dr. Eddé mit seinen besonderen Methoden großen Anteil. Gespielt wird er von Gabriel A. Sara, Direktor des New Yorker Mount Sinai Hospital.

 

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