Programm Kino und Kirche

Freitag, 29.09.2017 - 20.15 Uhr
Die göttliche Ordnung (CH 2017)

(96 Minuten/ab 6)
Regie: Petra Volpe

Anfang der 1970er-Jahre wandelt sich eine Hausfrau aus einem Dorf im Appenzellischen unter dem Einfluss der Debatte um das Frauenwahlrecht in der Schweiz zur sanften Streiterin für die Sache. Doch ihr öffentliches Engagement sorgt sowohl im Dorf als auch in ihrer Ehe für Spannungen. Hintersinnige Tragikomödie, die auf authentischen Erlebnissen beruht, was sich in der stimmungsvollen Verdichtung von Geist und Atmosphäre der damaligen Zeit manifestiert. Die erfrischende, ausgesprochen unterhaltsame Lektion in  Sachen direkter Demokratie erzählt nebenbei die Geschichte der sexuellen Revolution in der Schweiz.

 

Freitag, 20.10.2017 - 20.15 Uhr
Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt (D 2017)
(130 Minuten/ab 0)
Regie: Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser

Die Freiburger Globetrotter Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser brechen im Frühjahr 2013 auf, um zu Fuß oder per Anhalter die Welt zu umrunden und sie mit allen Sinnen aufzunehmen. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen füllen abwechslungsreich den dokumentarischen Film, der in der Überfülle an Impressionen ein ansteckend positives, Mut machendes Bild der Erde und ihrer Bewohner entwirft. Zur Weltoffenheit und Neugier der Reisenden gehört auch, dass sie eigene Vorurteile revidieren und verdeutlichen, dass man selbst nach 100.000 Kilometern immer noch sehr wenig von der Welt gesehen hat.

 

Freitag, 17.11.2017 - 20.15 Uhr
Im Rahmen der Ökumenische Friedensdekade:
Loving(USA/England 2016)
(124 Minuten/ab 6)
Regie: Jeff Nichols

Die Liebe von Mildred und Richard Loving verstieß 1958 gegen die Segregationsgesetze des US-Bundesstaats Virginia, die eine Ehe zwischen dem weißen Bauarbeiter und der afroamerikanischen 18-Jährigen verboten. Erst 1967 wurde ihre Verbindung mit der Aufhebung des Verbots so genannter Mischehen legalisiert.  Das still in sich schwingende, souverän und differenziert ausbalancierte Drama erzählt den realen „Fall“ nahe an den bekannten Fakten. Dabei schwebt über der von zwei grandiosen Hauptdarstellern getragenen Inszenierung stets die Zuversicht, dass sich die Dinge zum Besseren ändern.

 

Freitag, 22.12.2017 - 20.15 Uhr
Die Brücken am Fluss (USA 1995)
(123 Minuten/ab 12)
Regie: Clint Eastwood

Die zufällige Begegnung mit einem reisenden Fotografen wird für eine verheiratete Farmersfrau zur leidenschaftlichen Episode, die sie bis zu ihrem Tod bewahrt und verschweigt. Mit dezenter, oft kühler Intimität erzählt Regisseur und Hauptdartseller Clint Eastwood diese sensible, ungemein bewegende Liebesgeschichte. Sie handelt mehr von unterdrückten als von realisierten Gefühlen, mehr vom Preis der Monotonie und der Erwartung als von der Erfüllung eines Traums, mehr von Zweifeln als von Leidenschaft. Die Höhepunkte des Films sind dabei Szenen, in denen nur Worte, kleine Gesten, Verzögerungen und Blicke den Ton angeben.

 

Freitag, 26.01.2018 - 20.15 Uhr
Ein Sack voll Murmeln (Frankreich/Kanada/Tschechien 2017)
(114 Minuten/ab 12)
Regie: Christian Duguay

Die Kindheit zweier jüdischer Brüder endet abrupt, als ihre Eltern sie aus dem von den Nazis besetzten Paris auf die Flucht nach Südfrankreich schicken. Auf sich selbst und die Hilfsbereitschaft von Fremden angewiesen, beginnt für die Jungen eine lebensgefährliche Odyssee.Verfilmung des autobiografischen Debütromans von Joseph Joffo, die in ihrer Lust an schönen Landschaftsbildern und Zeitkolorit die Bitterkeit des Stoffs etwas abmildert; dennoch lässt vor allem das Spiel der Kinderdarsteller intensiv am Schicksal der beiden Protagonisten Anteil nehmen.

 

Freitag, 23.02.2018 - 20.15 Uhr
Haus ohne Dach (D 2016)
(124 Minuten/ab 12)
Regie: Soleen Yusef

Um ihre verstorbene Mutter in der Heimat zu beerdigen, begeben sich drei in Stuttgart aufgewachsene Geschwister auf eine Reise in die kurdische Region des Irak. Auf dem hindernisreichen Weg geraten sie durch ihre unterschiedlichen Temperamente permanent aneinander, finden durch die gemeinsame Krise aber allmählich zueinander.
Die kurdisch stämmige Regisseurin Soleen Yusef wirft in ihrem Abschlussfilm an der Filmhochschule Ludwigsburg aus ganz persönlicher Sicht einen Blick auf den seit Jahren auf und abschwellenden Konflikt im Osten der Türkei und den Grenzgebieten zu Syrien. Nicht das große Ganze, die Politik, die Aufstände gegen den Diktator Assad sollten in ihrem Film im Mittelpunkt stehen, sondern die subjektiven Erlebnisse der Menschen, die sich inmitten des Konflikts bewegen.

 
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