Programm Kino und Kirche

Wenn nichts anderes beschrieben wird, beginnen alle Filme um 20.15 Uhr in den Lichtspielen Mössingen

Freitag, 11.11.2022 (Im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade)
MISSION: JOY – ZUVERSICHT UND FREUDE IN BEWEGTEN ZEITEN (USA, 2021)
(88 Minuten/ab 12)
Regie: Louie Psihoyos, Peggy Callahan

Anlässlich des 80. Geburtstags des Dalai Lama reiste der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu 2015 zu seinem langjährigen Freund ins nordindische Dharamsala und stand mit ihm zusammen für mehrtätige Interviews zur Verfügung, aus denen das „Buch der Freude“ entstand. Der Film dokumentiert das Treffen und die Gespräche, die sich insbesondere um die Frage drehen, wie man Freude und Zuversicht auch in schwierigen Lebenslagen erhalten oder gewinnen kann. Das kurzweilige Feel-Good-Movie bietet keine bahnbrechenden Erkenntnisse, fasziniert aber durch den Humor und die Weisheit der beiden alten Männer.

 

Freitag, 25.11.2022
DEM LEBEN ENTGEGEN - KINDERTRANSPORTE NACH SCHWEDEN
(Schweden/Österreich, 2019)
(94 Minuten/ab 12)
                                                                 
Regie: Gülseren Sengezer

Interviewfilm mit vier ehemaligen jüdischen Flüchtlingskindern, die nach 1938 ohne Eltern und Verwandte ins schwedische Exil geschickt wurden. Die Interviewten reflektieren über Angst und Einsamkeit in der Fremde und die emotionalen Erschütterungen, die mit der Trennung von der Familie verbunden waren. Parallel dazu eröffnen lange Kamerafahrten durch schwedische Landschaften und ein kammermusikalischer Klangteppich einen vielfältigen emotionalen Raum für Reflexionen über diese Erlebnisse und Erfahrungen, Enttäuschungen und Traumata.

 

Freitag, 23.12.2022
NICHT GANZ KOSCHER - EINE G
ÖTTLICHE KOMÖDIE (Deutschland, 2022)
(122 Minuten/ab 12)
Regie: Stefan Sarazin

Ein weltfremder orthodoxer Jude aus Brooklyn soll der jüdischen Gemeinde in Alexandria aus der existenzbedrohenden Verlegenheit helfen, das Paschafest nicht feiern zu können, da ihnen der zehnte Mann dazu fehlt. Auf der Anreise strandet er jedoch in der Wüste Sinai und wird von einem schroffen Beduinen gerettet, mit dem er sich bald auf einer Odyssee befindet, auf der die kulturellen Differenzen der beiden allmählich aufweichen. Eine märchenhafte Komödie, die sich Schritt für Schritt zur Ode an die Möglichkeit einer Verständigung entwickelt. Ohne das Minenfeld der Vorurteile auszublenden, stellt der Film mit leisem Humor das Menschliche der Figuren ins Zentrum.

 

Freitag, 27.01.2023
ALCARR
ÀS - DIE LETZTE ERNTE (Spanien/Italien, 2022)
(120 Minuten/ab 6)                                                 

Regie: Carla Simón

Eine spanische Großfamilie verbringt den Sommer auf ihrer Pfirsichplantage in einem Dorf in Katalonien. Doch die diesjährige Ernte könnte die letzte sein, denn die Bäume sollen nach dem Willen des Landbesitzers einer Solaranlage weichen, was zum Zerwürfnis innerhalb der Sippe führt.
Mit großer Leichtigkeit entfaltet das kontemplative Familiendrama eine Fülle unterschiedlicher, drei Generationen umfassender Perspektiven und verdichtet sich nebenbei zu einem Essay über das Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Trumpfkarte sind dabei Laiendarsteller, deren intuitiver Gemeinschaftssinn und allmählich bröckelnde Langmut den Film erden und zugleich seine stille Tragik ausmachen.
Alcarràs wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem Goldenen Bären als bester Film ausgezeichnet.

 

Freitag, 24.02.2023
UNSERE HERZEN - EIN KLANG
(Deutschland, 2022)
(113 Minuten/ab 0)
                                                                     
Regie: Torsten Striegnitz, Simone Dobmeier

Eine besondere Magie liegt im gemeinsamen Singen – da sind sich alle einig, die schon einmal im Chor gesungen haben. Der Dokumentarfilm geht diesem Zauber nach und begleitet zwei Chorleiterinnen und einen Chorleiter, wie sie aus einer Gruppe sing-begeisterter Menschen, die teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten, Chöre von mitreißender musikalischer Intensität entstehen lassen. Das überwältigende Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein, bestimmt den Rhythmus des Films. Entdeckt wird die Menschlichkeit in der Musik, dort, wo das gemeinsame Klangerlebnis zum sozialen Abenteuer und Moment der Selbstverwirklichung gleichermaßen wird.
Ein bewegendes und mitreißendes Kinoerlebnis von großer Wärme, das in Zeiten der Isolation die unaufhaltsame Kraft der Gemeinschaftlichkeit betont und verständlich macht, wie Musik Menschen zusammenbringt.

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