„Jesus und die verschwundenen Frauen“ – ein Film- und Gesprächsabend

Etwa 60 interessierte Frauen und Männer folgten der Einladung, sich gemeinsam den Film „Jesus und die verschwundenen Frauen“ anzusehen.

Die anschließende Diskussion, erst in kleineren Gruppen, dann im Plenum, war sehr lebhaft, auch durchaus kontrovers und endete schließlich im gemeinsamen Gebet, das Bärbel Kannwischer sprach.
Die meisten Interessierten waren sich soweit einig:

Wir wollen die Frauen der Bibel und ihre Geschichte näher kennenlernen.
Wir wollen die katholische Kirche.
Wir wollen ein Teil davon sein.
Wir wollen das jedoch geschwisterlich tun
 – mit Raum, Diensten und Weihe für Männer, aber auch für Frauen.

Der erste Abend im Zusammenhang mit der Aktion Maria 2.0 fand ganz bewusst am 22. Juli im Mössinger Gemeindehaus statt. Ist dieser Tag doch der Gedenktag von Maria Magdalena, der ersten „Apostola Apostolorum“.

Angelika Mager

HIer die Ergebnisse unserer Gruppengespräche:

Was uns auf dem Herzen liegt…
- Frauen und Männer gleichberechtigt
- Grundrecht; Gleichheit unabhängig vom Geschlecht
- Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, nicht Frauen / Männer herausstellen
- mehr Priester/innen
- gleiche Chancen
- dass sich was bewegt
- dass die Traditionen der Kirche mit Füßen getreten werden.
- dass doch eigentlich die Frauen in der Familie den Glauben an die Kinder weitergeben
- die Umsetzung der Menschenrechte in der katholischen Kirche
- dass keine Spaltung passiert
- Gleichberechtigung in der Kirche – wir sind überzeugt, das wäre eine „Herzenskirche“
- dass wir uns aufmachen, Zeichen setzen und Aktionen

Neu war für uns…
- Evangelium von Maria Magdalena
- die „Verwandlung“ von Junia in Junias durch einen (bewussten?) Schreibfehler
- dass „Junia“ wieder eine Frau ist
- dass das Evangelium nach Maria jetzt in Berlin ausgestellt ist
- die Grußliste des Paulus im Römerbrief und dass 1/3 der Genannten Frauen sind
- dass Maria Magdalena keine „Sünderin“ ist
- Lydia
- Junia

Uns hat berührt, dass …
- in der Antike Frauen präsenter waren und dann verschwunden sind
- die junge Studentin Jacqueline Straub
- unterschiedliche Positionen
- dass Frauen immer schon eine tragende Rolle gespielt haben und sich dadurch nichts geändert hat
- dass so viele Frauen tatsächlich einfach verschwunden sind
- dass es so lange gedauert hat, bis sie langsam wieder wahrgenommen werden
- dass die Ganzheit der Gemeinschaft von Männern und Frauen ein sehr bereicherndes Gefühl ist
- dass das Thema präsent und aufklärend geworden ist
- dass Maria Magdalena so mutig und stark war
- heute beim Film- und Gesprächsabend so viele da sind