Sommerferienblog - Musikalische Sommerreise
Ich sing Dir mein Lied - Nicht irgendwo. Nicht irgendwann. Hier und jetzt!
Es passiert jeden Sommer aufs Neue: Plötzlich ist da dieser eine Song. Er läuft im Radio, auf Stadtfesten, in Eisdielen, auf Grillpartys und gefühlt aus jedem geöffneten Autofenster. Der „Hit des Sommers“ ist geboren. Ob man ihn nun liebt oder eher die Augen verdreht – an ihm kommt kaum jemand vorbei. Ich gebe zu: Nicht jeder Sommerhit trifft meinen Geschmack. Aber eines kann man diesen Liedern nicht absprechen: Sie bringen Menschen zusammen. Sie werden mitgesungen, mitgepfiffen, mitgesummt. Und genau darin liegt ihre besondere Kraft.
Denn Musik erreicht uns auf eine Weise, die Worte allein oft nicht schaffen. Sie spricht direkt zu unserem Herzen. Sie kann Freude ausdrücken, Sehnsucht hörbar machen oder Trost spenden. Manchmal schenkt sie uns neue Energie, manchmal lässt sie Erinnerungen lebendig werden. Ein einziges Lied genügt – und wir sind gedanklich wieder an einem bestimmten Ort, bei einem besonderen Menschen oder in einem längst vergangenen Sommer.
Musik begleitet unser Leben. Da gibt es die fröhlichen Melodien, die man pfeift, wenn die Welt gerade in Ordnung scheint. Es gibt Lieder voller Sehnsucht und Schmerz. Andere verleihen Protest und Wut eine Stimme. Und manche bringen uns zum Weinen – nicht nur aus Traurigkeit, sondern auch vor Glück und Dankbarkeit.
Deshalb hier eine kleine Frage: Wann haben SIE zuletzt gesungen? Vielleicht im Auto, ganz ungeniert und etwas lauter als sonst? Vielleicht auf einem Konzert, gemeinsam mit Tausenden anderen? Vielleicht unter der Dusche, wo man bekanntlich immer ein bisschen besser klingt? Oder beim Jubel nach dem Tor der eigenen Mannschaft? In solchen Momenten denkt niemand über die richtige Tonlage nach. Da singt das Herz einfach mit.
Falls Sie jetzt feststellen, dass Ihr letzter Gesang schon eine ganze Weile zurückliegt, dann ist das vielleicht eine Einladung. Nicht für morgen. Nicht für irgendwann. Sondern für heute.
Dieser Sommer bietet viele Gelegenheiten: beim Grillabend mit Freunden, auf einer Feier, in der Kirche, auf einem Konzert oder einfach bei einem Spaziergang mit einem Lied auf den Lippen. Lassen wir uns von Melodien und Texten bewegen. Singen wir die Lieder, die vom Leben erzählen. Die Hoffnung schenken. Die zum Nachdenken anregen. Die trösten, feiern oder beten. Manche von ihnen bleiben nur für einen Sommer. Andere begleiten uns ein Leben lang. Und vielleicht ist genau das das Schönste an der Musik: Sie verbindet Menschen, öffnet Herzen und erinnert uns daran, dass das Leben manchmal leichter wird, wenn man ihm eine Melodie gibt.
Beate Harder
Lassen Sie uns doch mit einem Lied aus Brasilien starten, das der Pfarrer und Liedermacher Fritz Baltruweit in den Kirchen hierzulande bekannt gemacht hat.
1. Ich sing dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde,
du Quelle des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
2. Ich sing dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben
von deiner Geschichte, in die du uns mitnimmst,
du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
3. Ich sing dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben von Nähe,
die heil macht, wir können dich finden,
du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
4. Ich sing dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Die Höhen, die Tiefen hast du mir gegeben.
Du hältst uns zusammen trotz Streit und Verletzung,
du Freundin des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
5. Ich sing dir mein Lied - in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen,
du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
Link zum Lied: https://youtu.be/ZKsf74Rp7fI?si=8pyQAyyMvZ52QIh5


